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Steigende Bitcoin-Kurse: Warum Krisenzeiten auch den Kryptowährungsmarkt befeuern

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Die Begeisterung für digitale Zahlungsmittel nimmt nach wie vor nicht ab. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Menschen, die Kryptowährungen besitzen, um mehr als ein Drittel an. Eine von zehn Personen weltweit ist mittlerweile im Besitz mindestens einer Kryptowährung. Und auch die Regulierungsbehörden beobachten die Kryptowährungsmärkte mit großem Interesse. El Salvador zum Beispiel erklärte den Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel. Erst diesen Februar, noch kurz vor Ausbruch des Krieges, verabschiedete auch die Ukraine ein neues Gesetz zur Legalisierung von Kryptowährungen. „Digitalwährungen spielen in der Ukraine nach wie vor eine wichtige Rolle. Ukrainische und ausländische Unternehmen werden nun in der Lage sein, offiziell mit Kryptowährungen zu arbeiten, Bankkonten zu eröffnen oder auch ihre Dienstleistungen der Bevölkerung anzubieten“, erklärt Shanna Strauss-Frank, Deputy Sales Director bei der Investmentgesellschaft Freedom Finance.

Zwar brachen die Kurse einiger Digitalwährungen Ende Februar kurzzeitig ein, aktuell lasse sich jedoch eine gewisse Erholung beobachten. Seit Ausbruch des Konfliktes Ende Februar stieg der Kurs von Bitcoin an, seitdem halte er sich auf einem konstanten Niveau. Denn mit zunehmenden globalen Spannungen steige meist auch das Interesse an Investitionen in digitale Zahlungsmittel. Menschen fürchten um ihr Geld in Krisenzeiten, möchten dieses keiner womöglich instabilen Regierung anvertrauen. Zugleich sinke das Vertrauen in Zahlungssysteme wie PayPal, Visa und Mastercard. „Auch wenn sich Kryptowährungen nicht auf einem Allzeithoch befinden, hält sich der Bitcoin gerade gut“, meint Strauss-Frank. Denn mit über 42.000 US-Dollar (Stand 5. April 2022) beläuft sich der Bitcoin-Kurs weiterhin über der psychologisch wichtigen 40.000-Dollar-Marke. Auch die Kurse anderer bekannter Währungen wie Ethereum, Solana und Binance Coin stiegen im letzten Monat an.

Der aktuelle Krieg in der Ukraine nehme also keinen allzu großen negativen Einfluss auf den Kryptowährungsmarkt, im Gegenteil. „In einer geopolitischen Krise besteht einer der Hauptvorteile digitaler Vermögenswerte darin, dass sie einen schnellen und vor allem weltweiten Geldtransfer ermöglichen“, sagt Strauss-Frank. Als Beispiel hierfür nennt er die Türkei: „Im Jahr 2021 erreichte die Inflation in der Türkei mit 36 Prozent ein fast 20-Jahre-Hoch. Die Landeswährung verlor fast die Hälfte ihres Wertes gegenüber dem US-Dollar. Dagegen stieg die Zahl der Menschen, die Kryptowährungen besitzen, innerhalb eines Jahres auf das Doppelte. Fast jeder fünfte Internetuser in der Türkei besitzt nun eine“. Dass Kryptowährungen in Krisen für viele so attraktiv wirken, liege vor allem an ihrer dezentralen Charakteristik und den schnellen Zahlungs- und Transfermöglichkeiten. In Krisenzeiten flüchten Menschen gerne in Goldinvestitionen, doch im letzten Monat wurde vergleichsweise viel in Digitalwährungen investiert. Das liege nicht daran, dass Krypto-Investments sicherer als Goldinvestitionen sind – sie seien nach wie vor ein hochriskantes Anlageprodukt. Viel eher punkteten Kryptowährungen durch ihre digitalen Möglichkeiten, die insbesondere in akuten Krisensituationen deutlich an Relevanz gewinnen und gebraucht werden. Dennoch warnt Strauss-Frank: „Die Krypto-Kurse sind nicht alleinig von der aktuellen Situation abhängig. Auch fundamentale Faktoren sollten jetzt nicht vergessen werden. Die Fed erhöht die Zinssätze und wird sie bis zum Sommer weiter anheben. In Zeiten wie diesen sucht das Geld nach risikofreien Anlagen.“ (DFPA/mb1)

Freedom Finance, 2008 in Russland gegründet, ist ein Online-Broker mit einer Marktkapitalisierung von rund drei Milliarden Euro und weltweit über 220.000 Kunden. Dabei ist die Freedom Finance Holding selbst an der amerikanischen Börse Nasdaq gelistet und zurzeit in acht Ländern, darunter die USA, Deutschland und einige GUS-Staaten, aktiv.

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