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ESG-Dynamik durch Transparenzlücken und Ertragsbedenken gebremst: Studie

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Das Thema Nachhaltigkeit bei Anlegern hat in den letzten Jahren aufgrund von Pandemie, Inflation und dem Ukraine-Krieg an Bedeutung verloren. Laut einer Studie von AXA Investment Managers (AXA IM) ist die Präferenz zur nachhaltigen Geldanlage bei deutschen Privatinvestoren seit Vor-Pandemie-Zeiten stabil geblieben. Der Anteil der Befragten mit ESG-Anteilen im Portfolio ist leicht auf 26 Prozent gestiegen, während 62 Prozent angeben, ihre eigenen ethischen Ansichten in ihr Portfolio integrieren zu wollen.

Es stellt sich die Frage, warum es eine Diskrepanz zwischen Absicht und tatsächlichen Investments gibt. Mangelnde Transparenz wird von 31 Prozent der Befragten als Hauptgrund genannt. Sie bemängeln die fehlende Klarheit darüber, in welche Werte ESG-Anlagen investieren und ob diese tatsächlich nachhaltiger sind. Die Verbesserung der Transparenz wird auch als wichtigste Maßnahme genannt, um ESG-Investments attraktiver zu machen.

Obwohl Banken am häufigsten als Informationsquelle für ESG-Anlagen genannt werden, konsultieren nur 19 Prozent der Investierten einen unabhängigen Finanzberater – Deutschland liegt hier europaweit hinten. Die Qualität der ESG-bezogenen Beratungsgespräche scheint jedoch hoch zu sein, da die Mehrheit der Befragten mit ihrer Beratung zufrieden ist.

Ein weiterer Grund, nicht in als nachhaltig ausgewiesene Anlagen zu investieren, ist der Glaube vieler Anleger, dass finanzielle Ziele und Nachhaltigkeit nicht vereinbar sind. Einige befürchten auch, bei ESG-Investments auf Rendite verzichten zu müssen oder wünschen sich einen größeren Track-Record von ESG-Investments, um die Performance besser bewerten zu können.

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